Das diesjährige Schumann-Fest beleuchtet den großen Zwickauer Komponisten einmal aus der Perspektive der Literatur: Robert Schumann wuchs in Zwickau als Sohn des Verlagsbuchhändlers August Schumann in einem literarisch geprägten Hause auf. In seiner Zwickauer Schulzeit war das Thema Dichtung für ihn weit wichtiger als die Musik. Bei wohl keinem anderen Komponisten des 19. Jahrhunderts ist die Musik deshalb so stark dichterisch geprägt wie bei Robert Schumann. Er komponierte ca. 300 Lieder für Solostimmen und 65 Chorlieder sowie zahlreiche großbesetzte Chor-Orchester-Werke. Aber auch bei seinen Klavier- und Orchesterwerken stehen häufig literarische Werke im Hintergrund, Melodien sind z. B. durch konkrete Gedichtzeilen beeinflusst.
Einer der für die Klavierwerke wichtigsten Schriftsteller war der oft als „Gespenster-Dichter“ bezeichnete E. T. A. Hoffmann (1776-1822), dessen 250. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird. Mit hochkarätigen Interpreten werden beim Zwickauer Schumann-Fest 2026 ganz unterschiedliche Facetten dieses Themas aus verschiedenen Perspektiven musikalisch beleuchtet.
Der Charme des Schumann-Festes besteht aber nicht nur in der Tatsache, dass es in jedem Jahr eine neue Facette der Schumann’schen Musik in den Fokus stellt, sondern, dass es sich zur Aufgabe gemacht hat, Schumanns Musik in einem Mix unterschiedlicher Veranstaltungsformate einem möglichst breiten Publikum zugängig zu machen.
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