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Landrat Carsten Michaelis und Bürgermeister Tobias Bär enthüllen die Gedenktafel

01. April 2026 Langenbernsdorf/Ortsteil Trünzig

Am 31. März 2026 fand im Vereinsgebäude der Freiwilligen Feuerwehr Langenbernsdorf/Ortsteil Trünzig die Abschlussveranstaltung im Flurbereinigungsverfahren Trünzig statt.

Nach einleitenden Worten von Landrat Carsten Michaelis gab es einen Rückblick über das Verfahren sowie Danksagungen an alle Beteiligten. Im Anschluss wurde vor der alten Schule durch den Landrat und Bürgermeister Tobias Bär ein Gedenkstein mit  Tafel enthüllt.

Das Flurbereinigungsverfahren ist mit 709 Hektar und über 500 Besitzständen das bisher größte Verfahren, welches im Zeitraum seit der Gebietsreform 2008 zu Ende gebracht wurde. 

Innerörtlich fand eine Sanierung von drei Kilometern Straßen und dazu fast neun Kilometern ländlicher Wege statt. Es erfolgten Pflanzmaßnahmen von Hecken, Baumreihen und Feldgehölzen - und auch Teiche und Bäche wurden instandgesetzt.

Die Umsetzung all dieser Maßnahmen war nur möglich durch eine verlässliche Finanzierung. Die Gesamtkosten lagen bei rundzweieinhalb Millionen Euro – der größte Anteil für den Wegebau, dazu Mittel für Wasserbau, Grünmaßnahmen, Dorfentwicklung und Bodenordnung. Dank Förderungen von 88 Prozent und der Gegenfinanzierung durch die Gemeinde Langenbernsdorf und der Koberland e. G. sind keine finanziellen Belastungen für die Eigentümerinnen und Eigentümer entstanden.

Dieser Erfolg ist das Ergebnis von enger Zusammenarbeit: der Teilnehmergemeinschaft, der Verwaltung, der Bürgermeister und vor allem der Eigentümerinnen und Eigentümer. Alle Ansprüche sind berücksichtigt, das Kataster ist berichtigt, der neue Rechtszustand ist seit Oktober 2025 in Kraft – eine solide Basis, die auch zukünftigen Generationen die freie Verfügung über ihren Grundbesitz sichert.

Damit wurde nachhaltig zur Entwicklung des ländlichen Raumes beigetragen.

Hintergrund: 

Aktuell werden 15 laufende Flurbereinigungsverfahren durch das Amt für Ländliche Entwicklung und Vermessung beim Landkreis Zwickau mit einer Verfahrensfläche von insgesamt ca. 9 000 Hektar bearbeitet. Weitere Verfahren sind in Vorbereitung. 

Flurbereinigungsverfahren werden in der Regel angeordnet, um Maßnahmen zur Verbesserung der Produktions- und Arbeitsbedingungen der Landwirtschaft sowie zur Förderung der Landeskultur und Landentwicklung durchzuführen. Hierfür hat der Gesetzgeber der Flurbereinigungsbehörde als Hauptinstrumente die Bodenordnung sowie die Ausführung investiver Maßnahmen im Bereich Wegebau, Wasserbau, Landschaftspflege und Naturschutz bereitgestellt. Die wesentlichsten Aufgaben der Flurbereinigungsbehörde werden dabei in Sachsen auf die Teilnehmergemeinschaften übertragen. Die Teilnehmergemeinschaften sind Körperschaften des öffentlichen Rechts, die Kraft Gesetzes mit der Verfahrensanordnung entstehen. Alle Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Erbbauberechtigte der in den jeweiligen Verfahrensgebieten befindlichen Flurstücke bilden eine Teilnehmergemeinschaft. Die Geschäfte der Teilnehmergemeinschaft führt in der Regel ein gewählter Vorstand.

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